Der Weltkriegkonzern

Am bekanntesten dürfte Robert Asprin für seine Serie rund um einen Dämonen und dessen Missgeschicke sein. Hier hat er jedoch einen Science-Fiction-Roman geschrieben. Der Text auf dem Buchrücken beschreibt das Geschehen nur unzureichend. Es gibt keinen echten Haupthelden, sondern mehrere handelnde Personen, die an einigen Stellen des Buches zusammentreffen.

In der nahen Zukunft tragen Firmen ihre Konflikte durch Kriege aus. Ungewöhnlich ist nur, dass innerhalb kurzer Zeit eine Reihe leitender Angestellter verschiedener involvierter Konzerne ermordet werden. Ein Informationshändler beginnt, Teile eines größeren Puzzles zusammenzusetzen.

Der Roman wurde erstmals 1977 auf Deutsch veröffentlicht. Berücksichtigt man dieses Alter, ist er erstaunlich gut zu lesen, was den geschilderten technischen Fortschritt betrifft. Das entworfene dystopische Weltbild bietet noch heute eine Diskussionsgrundlage. Vor allem die Wende am Schluss werden einige als aktueller denn je sehen.

Negativ aufgefallen ist mir, wie Söldnerspezialisten und asiatischen Krieger geschildert werden: Solche Personen mag es im echten Leben geben, aber dieser knallharte Menschenschlag kann wohl kaum als erstrebenswertes Ziel angesehen werden.

Das Buch lag bei mir über zehn Jahre im Regal, bevor ich es innerhalb einer Woche mit wenig Zeit durchgelesen habe. Da es sehr gut erhalten ist, gebe ich es lieber weg, anstatt dass es wieder bei mir herumliegt.

(ursprünglich erschienen bei Bookcrossing)

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