Die Keltenkönigin

Dieses Buch war eines von vielen, die jahrelang ungelesen in einer Bücherkiste bei mir zu Hause lagen. Dieses hätte ich fast „einfach so“ weggegeben, aber aufgrund des sehr schönen Titelbildes (doch dazu später) habe ich es nicht übers Herz gebracht und den Roman gelesen.

In diesem Fall läßt sich sagen: Es ist gut, dass ich das Buch gelesen habe, denn jetzt weiß ich, dass das nichts für mich ist. Mit „historischer Fantasy“ konnte ich noch nie viel anfangen und ich bin kein so großer Kelten-Fan wie viele andere (was zumindest die Präsenz „keltischer“ Elemente in der Popkultur vermuten läßt).

Die Geschichte von König Leir und seinen drei Töchtern kannte ich zuvor in groben Zügen. Was mich in dieser Version sehr beim Lesen gestört hat, ist die blumige Sprache. Typisch sind Formulierungen in der Form „Sein Bla war so bla wie der Bla des blaigen Bla“, nur mit sinnvollen Ersetzungen für die Blas. Die Naturreligionen erinnern mich an moderne Esoterik – nein, Danke! Auch die dargestellten Geschlechterrollen schrecken mich ab: Frauen sind eins mit der Natur und schenken Leben, Männer sind brutal, böse und machen alles kaputt.

Kurioserweise hat mir ausgerechnet das Nachwort mit den Erklärungen rund um den Hintergrund der Sage besonders gut gefallen. Das war wirklich interessant zu lesen!

Wer sich nur für das Titelbild interessiert: Es heißt „Demeter“ und ist von Albert Belasco. Eine vollständige Version findet man unter:
www.reich-belasco.de/images/belasco/artprints/demeter.383×499.jpg

(ursprünglich erschienen bei Bookcrossing)

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